ISE Thassos/Griechenland Fluck
ISE Thassos/Griechenland Fluck

Wahl des Standortes und Aufnahmeverfahren

Intensiv-pädagogische Maßnahmen stellen die konsequenteste Form des Anspruchs auf individuelle Hilfegestaltung dar. Jede Maßnahme wird individuell geplant und richtet sich ganz nach der Bedürfnislage und den Möglichkeiten des jungen Menschen. Leben und Erleben von Beziehungen und das Praktizieren und Gestalten eines gelingenden Alltagslebens sind die Schwerpunkte. Die persönliche Weiterentwicklung und Reifung des jungen Menschen sind gesetzte Zielpunkte.

Um den Jugendlichen aus seinem gewohnten Fahrwasser heraus zu holen, sollte der unterzubringende Jugendliche seinen bisherigen Sozialraum verlassen.

Wir haben uns bewusst für den Standort Thassos/Griechenland entschieden, da wir der Auffassung sind, dass ein Jugendlicher, der aufgrund seiner Problemlagen eine Intensiv-Maßnahme erhält, die räumliche, soziale und kulturelle Distanz zum früheren Milieu benötigt. Dies führt die Kinder und Jugendlichen dazu sich mit anderen Gesellschaftsstrukturen, kulturellen Gegebenheiten und Sprachen zu befassen, um sich von der problematischen eigenen Vergangenheit entfernen zu können. Mit der anderen Sprache, der anderen Kultur müssen sie sich dabei nicht nur außer Haus befassen, schließlich ist ein wesentliches Merkmal dieses Projekts, dass neben den deutsch-griechischen Betreuern auch zwei griechische Jugendliche Aufnahme finden sollen.

 

Aufnahmeverfahren

 

Wir gehen davon aus, dass das einweisende Jugendamt unsere Konzeption und den Personenkreis, für den sich unsere Intensiv-Gruppe eignet, kennt. Wenn es aufgrund dieser bekannten Kriterien die Unterbringung eines Jugendlichen erwägt, klärt der betreuende und zuständige Sozialarbeiter telefonisch ab, ob ein Platz in der ISE-Thassos frei ist. Danach übersendet uns der Sozialarbeiter Unterlagen, aus denen die Problematik des Jugendlichen zu ersehen ist. Diese Unterlagen werden von uns gesichtet. Ist von unserer Seite her eine Aufnahme denkbar wird ein Vorstellungsgespräch vereinbart, das aufgrund der räumlichen Distanz in Deutschland stattfinden sollte. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Jugendlichen vor Aufnahme in unser Projekt die Jugendlichen in Deutschland zu treffen und kennen zu lernen – je nach Möglichkeit ca. eine Woche – um dann gemeinsam nach Griechenland ein zu reisen.

In jedem Fall sollten die Jugendlichen freiwillig zu uns kommen; die Bereitschaft zur schulischen Ausbildung wird vorausgesetzt. Ebenso sollten sie die Bereitschaft zeigen sich auf die vereinbarten Hausregeln ein zu lassen und aktiv an der Lösung der persönlichen Probleme mitzuarbeiten.

Nach dreimonatiger Aufenthaltsdauer findet ein reflektierendes Gespräch mit dem/der Jugendlichen, dem betreuenden Sozialarbeiter der unterbringenden Stelle, mit den Eltern/Vormündern und den Pädagogen der Gruppe statt. Sinn des Gesprächs ist es festzustellen, ob die Entwicklung des Jugendlichen erwartungsgemäß und entsprechend der Entwicklungsplanung verläuft und ob ggf. weitere Hilfen geboten werden müssen.

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